Sinfonieorchester Liechtenstein
 

Im Jahr 1988 gründeten Liechtensteinische Musiker und Musikfreunde das „Liechtensteinische Kammerorchester“, das heute den Namen Sinfonieorchester Liechtenstein (SOL) trägt und integraler Bestandteil im Kulturleben des Fürstentums ist.

Das etwa achtzig Musiker umfassende Ensemble ist auch jenseits der Grenzen als kultureller Botschafter Liechtensteins aktiv. Um die internationale Wahrnehmung noch stärker zu fördern, wurde es 2012 von einem reinen Ad-hoc-Orchester zu einem professionellen Klangkörper mit Chefdirigent, einer sinfonischen („SOL im SAL“) und einer Kammermusik-Abonnementreihe („ERLEBE SOL“) sowie administrativen Führungsgremien umstrukturiert.

Seither gastierten berühmte Solisten wie Martina Filjak, Maximilian Hornung, Arabella Steinbacher, Florian Krumpöck, Ingolf Wunder, Philippe Bernold, Emmanuel Ceysson und Radovan Vlatković im Fürstentum. Durch die Einbindung prämierter Jungmusiker wie beispielweise Noa Wildschut, Chiara Enderle, Eva-Nina Kozmus oder Stepan Armasar wird auch der Nachwuchsförderung Rechnung getragen. Chefdirigent Florian Krumpöck konnte die künstlerische Qualität und Aussenwirkung des Orchesters durch eine vermehrte Proben- und Konzerttätigkeit, Einführungsvorträge, Schulbesuche und öffentliche Generalproben signifikant steigern.

2014 setzte das Sinfonieorchester seinen im Vorjahr begonnenen Schubert-Zyklus im Rahmen der „SOL im SAL“ fort. Nachwuchs- und Weltklassemusiker bestritten weiterhin den solistischen Part. Neben Schubert spielte das SOL Werke von Mozart, Rossini, Strauss, Beethoven, Bruch und Weber. Im letzten Konzert dirigiert Massimiliano Murrali einen klassisch-romantischen Opernabend; Tangos von Astor Piazzolla sorgten für einen schwungvollen Kontrapunkt. Die Reihe „ERLEBE SOL“ bot vier Matineen mit kammermusikalischen Preziosen von Josef Gabriel Rheinberger, Schubert, Mozart, Mahler und Richard Strauss. Ende November präsentierte das Sinfonieorchester zum 175. Geburtstag von Josef Gabriel Rheinberger sinfonische und vokale Werke des Liechtensteiners in Schaan und München.

Die Saison 2015 des Sinfonieorchesters Liechtenstein hielt erneut drei Sinfonie- und vier Kammermusikkonzerte bereit, darüber hinaus die Mitwirkung beim Chorseminar Liechtenstein und bei der Operette Vaduz. Des Weiteren gab es ein Freundeskreis-Konzert sowie zwei Konzerte im Rahmen des NEXT GENERATION Classic Festival Bad Ragaz. Bei den Konzerten waren wieder junge, erfolgreiche Nachwuchskünstler zu hören, die sich anschicken die Bühnen der Welt zu erobern. So dirigierte Stefan Sanderling im 1. ABO-Sinfoniekonzert Beethovens Tripelkonzert und das Konzert für Streichquartett und Orchester von Louis Spohr; die Solisten waren internationale Wettbewerbspreisträger und Studenten der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein, die dasselbe Programm wenige Wochen später mit dem Toledo Symphony Orchestra in den USA aufführten. Antonín Dvořák und Johannes Brahms dominierten das 2. und 3. ABO-Sinfoniekonzert unter der Leitung von Chefdirigent Florian Krumpöck. Die Reihe „ERLEBE SOL“ wartete 2015 erneut mit vier Konzerten auf. Werke von Mendelssohn Bartholdy, Rheinberger, Haydn, Dvořák und anderen sowie das „Sonus Brass Ensemble“ sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Die 2011 vom BBC Music Magazine als „Newcomer of the Year“ ausgezeichnete Pianistin Ivana Gavric-Huys und die junge Geigerin Ariana Puhar gestalteten mit Werken von Mendelssohn Bartholdy und Grieg das Freundeskreis-Konzert in Schaan.

In der Saison 2016 steht mit Stefan Sanderling ein neuer Chefdirigent am Pult des Sinfonieorchesters Liechtenstein. In seiner ersten Saison legt er den Fokus auf die Instrumentalwerke von Peter I. Tschaikowski die von jungen herausragenden Solisten gespielt werden. So wird das Publikum im 1. SOL im SAL den jungen Cellisten und Tschaikowski-Wettbewerbsgewinner Andrei Ionita erleben, der auch Stipendiat an der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein ist. Er spielt die Rokoko-Variationen des russischen Komponisten. Die Gewinnerin des Paganini-Wettbewerbs Yuki Manuela Janke spielt im 2. SOL im SAL das Violinkonzert von Tschaikowski und der Gewinner oder die Gewinnerin des International Telekom Piano Competition Bonn wird die Saison im 3. SOL im SAL mit dem Klavierkonzert beschliessen. Auch in der Kammermusikreihe "ERLEBE SOL" wird es zu Anfang zum Ende Werke von Tschaikowski zu erleben geben. In den vier Konzerten im Vaduzer Rathaus werden sowohl Musiker des Sinfonieorchesters zu hören sein, wie auch Stipendiaten der Internationalen Musikakademie. Klicken Sie hier für den Konzertkalender.